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Handwerk und Hochschule sind das perfekte Match

1. Speed Dating-Event auf der GrindTec 2022

von Tilo Michal

Das Handwerk bietet jede Menge Chancen für hochqualifizierte Mitarbeiter und Handwerksbetriebe könnenHochschulen durchaus als externe Entwicklungs-Abteilungen nutzen – das sind nur zwei markante Resultate des 1. Speed-Dating-Events unter dem Titel „University meets Practice“ auf der GrindTec. Uwe Schmidt, Präsident des FDPW, freute sich, auf der GrindTec in das neue Veranstaltungsformat einführen zu können und begrüßte im Namen des FDPW die Hochschul-Gäste. Sechs führende Hochschulen im Bereich der Schleiftechnologie und Fertigungswissenschaften hatten sich und ihre aktuellen Forschungsprojekte ja bereits während der GrindTec 2022 in der Themenwelt GrindTec Campus präsentiert. Ziel sei es nun, so Schmidt, das Knowhow, das auf beiden Seiten existiert, gegenseitig nutzbar zu machen. Das gehe am besten in der persönlichen Begegnung. Er selbst hat schon an mehreren Projekten zwischen Handwerk und Hochschule teilgenommen.

FDPW-Präsident Uwe Schmidt ist ein Fan des Dialogs zwischen Handwerk und Hochschule und führte ins Speed-Dating ein. (Bildunterschriften/Fotorechte: Jürgen Biniasch)

Die Teilnehmer des Formats „University meets Practice“ haben die Zeitfenster für Gespräche intensiv genutzt. (Bildunterschriften/Fotorechte: Jürgen Biniasch)

Für zehn Minuten Kopf an Kopf

Je zwei Hochschulvertreter sind mit zwei Unternehmern und/oder Handwerkern aus der Schleifbranche nach dem Zufallsprinzip zusammen gebracht worden. Pro Runde waren zehn Minuten Gesprächszeit vorgesehen, anschließend wechselten Unternehmer und Handwerker ihre Gesprächspartner, während die Gäste der Hochschulen an ihren Tischen stehenbleiben durften. Die ließen keine Zeit liegen. Die bilateralen Gespräche konzentrierten sich auf die Themen: „Fördern und Fordern: Welche Förderprogramme gibt es?; Ziel führend kooperieren: Wie kann eine bilaterale Zusammenarbeit aussehen?; Heute in der Praxis, morgen Hightech: Welchen Input können die Partner je geben?; Karriere-Chancen: Handwerk und Mittelstand als Arbeitgeber für High-Potentials; F&E: Wie kann ich als kleines Unternehmen Entwicklungs-Abteilungen und Versuchslabore der Hochschulen nutzen?“

Timo Bathe, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Dortmund und selbst Start-up-Unternehmer: „Das Format gefällt mir. Zeitlich überschaubar und auf den Punkt gebracht. Genug Zeit, um das Wesentliche anzusprechen.“ FDPW-Vizepräsident Udo Herrmann, Schleifwerkzeugmechaniker-Meister: „Hier konnten wir locker und mühelos miteinander in Kontakt treten und eventuell die ein oder andere Barriere im Kopf mal soeben abbauen.“ Fast überflüssig zu erwähnen, dass der FDPW nach den intensiven 60 Minuten noch zu einem Weißwurstfrühstück einlud. Dort matchten die Teilnehmer erneut.