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Kompetenzzentrum für Spanende Fertigung (KSF) am Hochschulcampus Tuttlingen

Neue Kooperationsvereinbarung mit der Firma GF Machining Solutions GmbH

Das Kompetenzzentrum für Spanende Fertigung (KSF) ist eines der bekanntesten Forschungsinstitute in Deutschland im Bereich der Präzisionsbearbeitung und verfügt über mehrere hochwertige CNC-Werkzeugmaschinen, Laseranlagen und Messgeräte und forscht u.a. im Bereich Zerspanungstechnologie (Drehen, Fräsen, Schleiftechnologie), Laser- und Erodiertechnologie und additive Fertigung. Im 2-jährigen Rhythmus veranstaltet das KSF in Stuttgart das Seminar „Moderne Schleiftechnologie“, das zu den weltgrößten Veranstaltungen auf diesem Gebiet gehört und ebenfalls alle 2 Jahre in Zusammenarbeit mit TechnologyMountains das „Innovationsforum Zerspanungstechnologie“. Zudem bietet das Institut laufend Weiterbildungs-Seminare für die Industrie an. 

  

Femto Flexipulse Laser P 400 U
Personen von links: (Dr. Ali Zahedi, KSF, Stephan Nagel, GF Machining Solution, Christian Jauch, KSF) bei der Übergabe des GF Femto Flexipulse Laser P 400 U

Unter Leitung von Prof. Dr. Azarhoushang ist im KSF ein Team von Doktoranden und wissenschaftlichen Mitarbeitern in der anwendungsnahen Forschung tätig und bearbeitet darüber hinaus an von der Industrie finanzierten Projekten. Im Fokus stehen dabei die wachsenden Herausforderungen bei der Bearbeitung neuer Werkstoffe und Produkte und die steigenden Anforderungen an die spanende Bearbeitung.

Das Kompetenzzentrum für Spanende Fertigung mit Sitz am Innovations- und Forschungs-Centrum des Hochschulcampus Tuttlingen unterzeichnete kürzlich eine Kooperationsvereinbarung mit der Firma GF Machining Solutions GmbH. Das KSF soll das Unternehmen künftig bei der Entwicklung neuer Fertigungstechnologien für die Medizintechnikindustrie unterstützen. GF Machining Solutions stellte dem Kompetenzzentrum für Spanende Fertigung im Gegenzug innovative Laser- und Frästechnologie zur Verfügung. 

Im Rahmen der Kooperation wurden im März 2021 eine moderne Laseranlage (GF Femto Flexipulse Laser P 400 U) und eine innovative 5-Achsen-Simultan-Fräsmaschine (Mill S400 U) mit einem Gesamtwert von über zwei Millionen Euro am KSF installiert. Ausgestattet mit einer 5-Achsen-Bearbeitung und der proprietären Software von GF Machining Solutions kann der Femto Flexipulse führenden Herstellern helfen, einzigartige Produkte zu schaffen. Ein breites Spektrum an funktionalen Oberflächen kann erzeugt werden - einschließlich antibakterieller und hydrophober Oberflächen sowie Strukturen, die sich für die Osseointegration eignen. Dank der Betriebsmöglichkeit im Grün- und IR-Wellenlängenbereich und der präzisen 5-Achs-Bearbeitungsmöglichkeit, kann die Anlage auch fälschungssichere Merkmale erzeugen. 
 

Mill S400 U Fräsmaschine

Der innovative Kern der GF MILL S 400 U CO2 liegt im Einsatz der superkritischen Kühlung (CO2), kombiniert mit Nanotropfen aus Öl beim Zerspanungsprozess. Nach der Zerspanung und in der gleichen Werkzeugmaschine bzw. Aufspannung wird das Werkstück mit reinem CO2-Schnee gereinigt. Damit wird eine gesteigerte Produktivität durch die Reduzierung des Werkzeugverschleißes, die Steigerung der Materialabtragsrate und die Eliminierung des Bedarfs an weiteren Reinigungsanlagen erzielt.

Professor Dr.-Ing. Bahman Azarhoushang, Leiter des KSF, erklärt: "Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft mit GF Machining Solutions und sind überzeugt, dass die angebotenen Technologien Herstellern aus vielen Branchen, vor allem der Medizinindustrie, neue Möglichkeiten eröffnen werden. Wir erwarten, dass wir viele interessante Projekte mit Hilfe dieser Anlagen umsetzen werden." 

Erik Poulsen, Segmentleiter Medizintechnik bei GF Machining Solutions, kommentiert: "Unser gesamtes Unternehmen ist bestrebt, hochwertige Fertigungstechnologien anzubieten, die die Hersteller von Medizinprodukten dabei unterstützen, ihre Ziele hinsichtlich Patientennutzen und Qualität zu erreichen. Unsere Zusammenarbeit mit dem KSF wird dazu beitragen, dass die unübertroffenen Fähigkeiten unserer Lasertechnologie den Unternehmen der Medizintechnik zur Verfügung gestellt werden, damit sie Spitzenprodukte für ihre Patienten entwickeln können."

 

Kontakt bei Unternehmensanfragen

Interessierte Unternehmen wenden sich bei Bedarf an das Team des Kompetenzzentrums für Spanende Fertigung (KSF) unter ksfinfo@hs-furtwangen.de oder direkt an Prof. Dr.-Ing. Bahman Azarhoushang, Leiter Kompetenzzentrum für Spanende Fertigung aza@hs-furtwangen.de
ksf.hs-furtwangen.de