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Saint-Gobain Abrasives: „Green Deal“ beim Schleifen?: Effizient und nachhaltig zugleich

Nachhaltigkeit als elementarer Faktor in der Entwicklung von Schleiflösungen

Über den Green New Deal will die EU die Treibhausgasemissionen 1 bis 2030 um 55 Prozent gegenüber 1990 senken und bis 2050 klimaneutral werden. Die Herausforderungen für Gesellschaft und Industrie sind enorm. Ressourcenschonend zu produzieren und dabei Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz mit Wirtschaftlichkeit und Prozessen im industriellen Maßstab in Einklang zu bringen, sind gewaltige Herausforderungen, die Unternehmen lösen müssen. Mit innovativen Technologiezulieferern an der Seite lässt sich der ökologische Fußabdruck in der eigenen Produktion deutlich reduzieren. Ein Beispiel ist die Metallbearbeitung, speziell das Hochpräzisionsschleifen. Hersteller in diesem Bereich unterstützt der weltweit führende Experte für Schleiflösungen Saint-Gobain Abrasives mit innovativen Angeboten, wie etwa mit der neuen keramischen Norton Quantum PRIMEKorntechnologie. Eine Fallstudie zeigt, dass das neue Hochleistungskorn die Produktivität und Nachhaltigkeit von Schleifprozessen signifikant erhöht.

2014 startete Saint-Gobain Abrasives ein neues, mit den Unternehmenswerten und -visionen abgestimmtes Nachhaltigkeitskonzept. Dieser Fünf-Punkte-Plan umfasst eine Vielzahl von Maßnahmen und Verfahren, die die Verpflichtung als verantwortungsbewusstes Unternehmen untermauern. Saint-Gobain gehört zu den Unternehmen, die 2018 in die „Climate Change A List“ der internationalen Organisation CDP aufgenommen wurde. Die Aufnahme in diese Liste unterstreicht die Zielsetzung der Saint-Gobain Gruppe, „Null-CO2-Emissionen“ bis 2050 zu erreichen. Denn CDP überprüft die Maßnahmen und Fortschritte vonSaint-Gobain und wertet diese anhand eines umfassenden Kriterienkatalogs aus.

Nur wenn diese hohen Maßstäbe erfüllt werden, wird ein Unternehmen auf der Liste geführt. Darüber hinaus ist Saint-Gobain Abrasives Gründungs- und aktives Mitglied des Sustainable European Abrasive Manufacturers (SEAM)-Programms der FEPA. Die in diesem Programm engagierten Mitglieder verpflichten sich, den Fußabdruck der gesamten Wertschöpfungskette der Schleifmittelherstellung und -verteilung zu verringern. Alle Mitglieder haben sich zudem dazu verpflichtet, über ihre Projekte und die Fortschritte regelmäßig und auf Basis konkreter Kennzahlen zu berichten. Entsprechend produziert, verarbeitet und vertreibt Saint-Gobain Abrasives Schleifmittel gemäß den Nachhaltigkeitsstandards in Bezug auf Umwelteffizienz (Abfall, Energie, Ressourcen), Gesundheit und Sicherheit sowie unter Anwendung innovativer Produktionsverfahren.

Martin Büsch, Leiter Marketing D-A-CH bei Saint-Gobain Abrasives: „ Den Klimawandel zu stoppen und unsere Umwelt zu schützen sind riesige Aufgaben und wir können diese nur gemeinsam bewältigen. Und jeder kann seinen Beitrag leisten. Das gilt für die Saint-Gobain-Gruppe insgesamt und für uns bei Saint-Gobain Abrasives. Dabei richten wir unser Augenmerk natürlich auf unsere eigenen Prozesse und Produkte. So waren wir schon frühzeitig der erste Anbieter, der FSC zertifiziertes Papier als Unterlage eingesetzt hat, und seit dem letzten Jahr verwenden wir kein Naphthalin mehr in der Herstellung. Doch in unserer Rolle als Zulieferer für eine Vielzahl von Industrien ist es schon immer unser Anspruch, unseren Kunden Lösungen zu bieten, die ihre Prozesse effizienter machen. Und eben auch nachhaltiger. Damit bieten wir unseren Kunden wichtige Differenzierungsmerkmale, deren Bedeutung immer wichtiger wird.“

Ein Beispiel ist Norton Quantum PRIME: Die weiterentwickelte Keramikkorntechnologie von Saint-Gobain Abrasives ist die Grundlage für eine beispiellose Zerspanungsproduktivität bzw. Leistungssteigerung in vielen industriellen Schleifanwendungen. Norton Quantum PRIME ist in seiner Bindungsformel und -matrix an die jeweilige Anwendung flexibel anpassbar und bietet dadurch eine vielseitige Einsetzbarkeit. Die homogene Kornverteilung sowie die unvergleichliche Schneidleistung und Schnittigkeit des mikrobrüchigen, selbstschärfenden Korns reduziert die Leistungsaufnahme und ermöglicht höhere Materialabtragsraten bei kürzeren Gesamtzykluszeiten. Ein kühlerer Schliff, die gleichmäßige Kornabnutzung und eine höhere Kornstabilität verhindern ein unkontrolliertes Zusammenbrechen der Bindungsmatrix. Der einzigartige Selbst-Schärfeffekt führt zudem zu längeren Abrichtintervallen und geringeren Abrichtbeträgen. All das reduziert sowohl Schleif- als auch Stillstandzeiten signifikant, verlängert die Lebensdauer der Schleifscheiben und schont Maschinenkomponenten dank niedrigerem Leistungsbedarf. Dr. Stefan Kemethmüller, Vertriebsdirektor D-A-CH: „Quantum PRIME setzt neue Benchmarks in der Metallbearbeitung und kann durchaus als Game-Changer in Sachen Produktivität und nachhaltigeres Produzieren betrachtet werden.

Green Deal beim Außenrundschleifen? Quantum PRIME im Test

Am Standort Norderstedt betreibt Saint-Gobain Abrasives das Schulungs-, Trainings- und Entwicklungszentrum Grinding Technology Centre Europe. Dort werden Feldversuche durchgeführt, um unter anderem zukunftsstarke Schleiflösungen zu entwickeln. Fragestellungen dazu sind etwa: Wie tragen Produktentwicklungen bei Schleifmitteln zur Erreichung der Klimaneutralität bei? Welche Faktoren sind im Entwicklungsstadium eines Schleifwerkzeuges für die Zukunft maßgebend? Welche Auswirkungen können wir in der Entwicklungsphase proaktiv beeinflussen?

Auf unserem Prüfstand mit einer Blohm Profimat T408 (45kW-Schleifspindelleistung) wurden diese Fragenstellungen konkreter betrachtet. Im speziellen Fall, dem Außenrundschleifen einer Stahl-Ronde (100Cr6, 60 HRC, Ø 160 mm x 5 mm) mit einer geforderten Oberflächenqualität von Ra 1,5-2 μm, wurde ein Leistungsvergleich mit neuen Nachhaltigkeitsparametern untersucht. Im direkten Werkzeug-Vergleich: eine bisher hervorragende Norton Schleifscheiben-Spezifikation „WFA“ gegen die neue Quantum PRIME-Spezifikation.

Wadim Karassik, OEM Manager EMEA Saint-Gobain Abrasives erläutert: „In der 85 Fallstudie (Grundeinheit: 1 kg Materialabtrag) spielt das Quantum PRIME86 Werkzeug all die genannten Vorteile beeindruckend aus: Das spezifische Abtragvolumen erhöht sich gegenüber dem Vergleichswerkzeug bei äquivalenter Spindelleistung um 95 Prozent. Dafür benötigt Quantum PRIME 14 Minuten, die WFA-Spezifikation 27 Minuten. Trotz der deutlich erhöhten Produktivität benötigt das Schleifsystem mit Quantum PRIME dazu 48 Prozent weniger elektrische Energie. Der Verschleiß bei 1 kg Materialabtrag liegt bei Quantum PRIME mit 47 Prozent niedriger gegenüber dem Verschleiß des Vergleichswerkzeugs.“

Dr. Stefan Kemethmüller ergänzt: „Durch die enge Zusammenarbeit unserer F & E Abteilung, unseren Anwendungsingenieuren und unseren Kunden wird das Schleifwerkzeug auf den jeweiligen spezifischen Schleifprozess optimal angepasst.
Dadurch entstehen einzigartige, schleiftechnische Performancepakete. So können unsere Kunden mit unseren Schleiflösungen ihre Fertigung produktiver und gleichzeitig nachhaltiger gestalten!“


In der Fallstudie (Grundeinheit: 1 kg Materialabtrag) 100 spielt das Quantum PRIME-Werkzeug all die genannten Vorteile beeindruckend aus. (Foto: Saint-Gobain Abrasives GmbH)